FORUM  globaler Moderator

Anmeldungsdatum: 04.07.2001 Beiträge: 134
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Beitrag 1 - Verfasst am: Mi Aug 15, 2001 15:28 Titel: |
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Das ist ein Beitrag von unserem Moderator Andreas !
EINE CD für einen Film
Hallo Leute,
wir haben ja, und gerade bei uns im Board ist es ja so, zwei Lager die SVCD bzw. VCDs erstellen. Zum einen sind es die Videofilmer, die möglichst die beste Qualität für Ihre Videofilme haben möchten und dies natürlich mit „allen Mitteln“. Dabei ist dann bis zur xSVCD und miniDVD alles erlaubt. Möglichst große Datenraten bis weit über den SVCD Standard hinaus, denn Filme um die 30 bis 45 Minuten sind da angesagt. Des weiteren ist dann da noch das Lager der pseudoAVI und Fernsehaufnehmer. Bei denen ist die Aufgabe 90, 100 oder 120 Minuten Spielfilm auf die CDs zu bannen, auch hier meistens mit er Intension der besten Filmqualität bei annehmbaren CD-Wechseln. Speziell für die zweite Gruppe soll einmal ein Gedankenanstoß mit der Konsequenz
EINE CD für einen ganzen Film (90min. bis 120min. Film)
im Raum stehen. In verschiedenen anderen Boards und auch hier ( http://www.dvd-svcd-forum.de/cgi-bin....topic=7 ) sind ähnliche Anklänge hervorgekommen. Grundsätzlich ist das in einer ausreichenden Qualität möglich.
Voraussetzung 1 Filmqualität
Man sollte sich im Klaren sein, welchen Anspruch man vom wiedergegebenen Bild hat. Wenn ich einen 52er Fernseher habe und die DVD bei mir zwar schön aber der Unterschied zum normalen Fernsehen nicht zu erkennen ist dann sind wir irgendwo auf dem richtigen Weg. Wenn ich bequem bin und nicht aufstehen möchte, und ich einfach eine etwas bessere Qualität als eine VHS Videokassette haben möchte, warum nicht auch hier. Im allgemeinen ist also die Hauptüberlegung der Anspruch der zur erwartenden Filmqualität. Wenn das letzte Quentchen Qualiät herausgekitzelt werden soll, na dann bin ich hier falsch. Wie dem auch sei, wir haben ein paar Grundvoraussetzungen, die nach reiflicher Überlegung beachtet werden sollten.
Voraussetzung 2 Speichermedium CD
Heutzutage sind 80min. CDs der Standart. Dieses CD Format ist im Grunde genommen von allen DVD Playern abzuspielen. Wenn ich aber vor habe eine solche Menge Informationen auf die Scheibe zu brennen ist selbst diese Größe eher als klein zu bezeichnen. Findige Köpfe haben sich nun daran gemacht und haben die Spezifikationen der CD so weit ausgequetscht, daß zum Schluß eine CD herausgekommen ist, die noch mehr Speicherinformationen zulässt, die 90min CD. Die Spezifikationen der CD allgemein lassen in Summe genau 89min59sec zu. Genau da liegt des Rätzels Lösung, warum die meisten Player dieses Format noch ohne Probleme abspielen können. Das der Player diese Scheibe nicht lesen kann (Reflektionsschicht etc.) hat nichts mit der eigentlichen CD Spezifikation zu tun. Weiterhin hat man durch die 90min CD den Vorteil das sich rund 100MB mehr Film auf die Scheibe bannen lassen. Jetzt gibt es natürlich noch 99min CDs die zwar schön sind, haben aber den Nachteil, das sie sich wirklich außerhalb jeglichem CD-Standard bewegen, zumal es bei diesen CDs zu einer Beschädigung des Laufwerkes kommen kann, beachte!!! – kommen kann muß aber nicht - .
Meine Annahmen und Berechnungen werden also mit der Voraussetzung betrachtet, daß ich eine solche 90min CD abspielen kann !!!!. Abwärtskompatibel ist man dann sowieso. Welche Brenner was in welcher Länge überhaupt brennen können ist auf der Seite von www.disk4you.de nachzulesen und um ein Ausprobieren kommt Ihr sowieso nicht herum.
Die Berechnung wie viel auf die CD passt ist im EDV-Tip ausführlich behandelt. Ich rechne mit TMPEG und Brenne mit NERO. Bei der Annahme das ich eine solche etwas bessere VHS Qualität des Filmes bekomme, sollte ich mir dann auch über den Ton Gedanken machen. Es ist dann natürlich auch Sinnvoll mit der Datenrate im Ton zu sparen. Die Logische Obergrenze sind hier sicherlich 160kbps. Bei einem Overhead von NERO mit 71kbps – EDV-Tip - ergeben sich dann z.B. Folgende Werte:
Max. Mögliche Datenrate ges. = Videodatenrate + Audiodatenrate + Overhead
D ges = xxx kbps + 160 kbps + 71 kbps
Daraus ergeben sich Beispielhaft folgende Werte:
Film in min. D ges kbps Videodatenrate xxx kbps
90 1388 1157
100 1250 1019
110 1136 905
120 1042 811
Diese Werte Variieren natürlich je nach angenommener Audiorate und verwendeten CD Länge. Ich möchte auch nur mal aufzeigen mit welchen Datenraten man es hier so ungefähr zu tun bekommt. Man sieht, dass die Videorate schon sehr, sehr gering wird. Zur Erinnerung eine schnöde, alte VCD hat als Datenrate rund 1150 kbps Video, Änderungen und Ausnahmen mal vernachlässigt. Da die hier angegebene Datenrate auch als mittlere Datenrate betrachtet werden kann sind natürlich noch Optionen offen. Um noch eine ausreichende Bildqualität zu erreichen muß man schon etwas in die Trickkiste greifen. Dazu später mehr. Das Problem bei den 90er CDs sind wohl die Reflektionsschichten. Einige Player können damit leider nichts anfangen. Zur Zeit sind die besten 90er CDs die von Platinum. Diese sind auch mit einer Schreibschicht aus Phtalocyanin hergestellt und sind somit fast unempfindlich gegen UV Strahlen. Wie dem auch sei, ich benutze nur diese Rohlinge und habe durchaus gute Erfahrungen gemacht, was natürlich im Speziellen nichts heißen mag – Ausprobieren ist angesagt -.
Ferner sollte man darauf achten, daß der letzte abzuspielende Filmtrack der über die 80min hinaus geht vor dieser 80min Grenze (genau 79min59sec) anfängt und nicht mehr unterbrochen wird durch weitere, folgende Filmtracks. Das kann zu Problemen beim Abspielen führen.
Brennen ist natürlich nur mit den Programmen möglich, die auch ein Überbrennen zulassen. Wichtig ist auch zu erwähnen, das dies nur im Modus Disk-At-Once (DAO) geht. Manche Player haben mit dieser Form der CD Probleme. Muß Im einzelnen überprüft werden. Auch bei den Programmen gibt es offensichtlich Unterschiede. Mit WINonCD habe ich leider keine positiven Überbrennerfolge gehabt, während es mit NERO ohne Probleme möglich war. Auch dieses Ergebnis muß im Einzelfall überprüft werden.
Voraussetzung 3 Videoformat
Hier kann man sich in zwei Bereichen bewegen. Zum einen BEACHTET man die Standards bzw. Vorschriften, DVD / SVCD / VCD, der einzelnen Videoformate oder man begibt sich in die Non-Standard Ecke wie xSVCD, xVCD etc. Beides hat wie immer Vor- und Nachteile.
Grundsätzliches: Ich behandle hier nur die Video-Formate Mpeg1 und Mpeg2. Daß es andere Formate gibt ist klar, die kann ich aber nicht auf meinem Standalone Player abspielen, noch nicht jedenfalls. Um ein Bild mit hoher Schärfe zu erhalten, macht es sich immer besser eine möglichst hohe Auflösung zu nehmen. Das hat jedoch den Nachteil, das man zwangsläufig mit der Datenrate hoch gehen muß (http://www.uni-kassel/~eckhrdm/frame1hq.htm). Da wir hier aber mit dem Platz geizen müssen wird sich im Grunde genommen nur eine kleine Auflösung realisieren lassen. Weiterhin, und das haben die Beiden hier ja schon gesagt ( http://www.dvd-svcd-forum.de/cgi-bin....topic=7 ) kann man für MPEG1 geringere Datenraten benutzen als für den MPEG2 Codec.
VCD: Man hat durch die Spezifikationen der VCD die Möglichkeit mit der festen Video-Datenrate von 1150kbps und einer Auflösung von 352x288 PAL sich durch überbrennen der 90 min zu nähern. Bildqualität bleibt somit gleich nur die Länge der Filmes verändert sich. Dies natürlich mit dem MPEG1 Standard.
SVCD: Hier hat man durch die Möglichkeit mit dem MPEG2 Standard, VBR und einer Auflösung von 480x576 so weit mit der mittleren Datenrate herunter zu gehen, das wiederum die 90min Film auf die CD passen. Leider ist ja der MPEG2 Codec dafür bestimmt, mit höheren Datenraten bessere Ergebnisse zu liefern. Die Möglichkeit um die Bildqualität zu verbessern ist, mit der Auflösung herunter zu gehen auf 352x288 PAL. Das ist sicherlich der Hinweis von bergH das SVCD mehrere Standarts hat. Genau genommen ist das ja kein Standard, sondern es ist eine gewisse Abwärtskompatiblität gegeben. Ebenso ist der MPEG1 Standard in den SVCD Spezifikationen enthalten, jedoch auch hier nur als feste Datenrate (CBR). Daher nützt uns dies bei Standardgerechten CDs nichts. Hier hat man dann seine VCD. Man sollte beachten, das die max und min Datenrate nicht zu stark von der mittlere Datenrate abweicht. 1000 bis 1500kbps können bei einigen Playern schon Probleme bei der Syncronität von Bild und Ton hervorrufen. Einige Player haben mit extrem geringen Datenraten genauso Probleme. Ältere Player können zu Teil Mpeg2 unter 1300kbps nicht abspielen. Manche Player fangen an unter 500kbps Schwierigkeiten mit der Syncronisation Bild/Ton zu bekommen. Im einzelnen ist das mal auszuprobieren. Bei Mpeg2 sollte man u.a. die ultra-low Spezifikationen der Matrix anwenden. Das Bild ist wiederum Geschmackssache. Etwas unscharf und hat in den Bewegungen eine sog. Bewegungsunschärfe. Dies ist bedingt durch die ultra-low Matrix, die jedoch ein zu starkes Pixeln des MPEG2 Codecs verhindern soll.
Als dritte Variante möchte ich noch die Möglichkeit des MPEG1 mit VBR anführen. Da MPEG1 für diese geringen Datenraten eigentlich besser geeignet ist, ergibt sich hier die Möglichkeit dies auch umzusetzen. Leider ist das MPEG1 VBR so was von jedem Standard entfernt, das im Einzelfall zu prüfen ist ob ich das überhaupt abspielen kann. Um eine etwas bessere Schärfe zu bekommen kann ich das xVCD Format mit einer Auflösung von 480x576 einsetzen. Das Bild ist m.E. in vielen Fällen das beste. Auch hier kommt u.a. die ultra-low Matrix zum tragen. Es besteht natürlich auch hier die Möglichkeit mit der 352x288 PAL Auflösung zu arbeiten was sich dann anbietet wenn es für einen Film mit vielen schnellen Bewegungen, Actionfilm o.ä., gedacht ist.
Stellt sich natürlich die Frage, wie ich kontrollieren kann, das ich ganz genau mit der vorgegebenen Datenrate operiere. Die kann zum einen mit einer festen Datenrate CBR passieren oder ich nehme bei VBR die Funktion 2pass. Hier habe ich die Möglichkeit die mittlere Datenrate vorzuwählen (gleichzusetzen mit der fixen Datenrate CBR). Nach oben und unten kann ich dann meine Einstellungen machen.
Fazit: Es lohnt sich, sich mal mit dieser Alternative, ein Film pro CD, auseinander zu setzen. Im Bildergebnis bin ich irgendwo zwischen der VHS und der S-VHS Videokassette angekommen. Bei eher „unwichtigen“ Filmen sehe ich das durchaus als eine Alternative an z.B. auch für Filme die dann vielleicht nur 75min gehen. Dafür eine zweite CD zu verbrauchen, bei der dann nur 10 oder 15 min drauf sind, ist wahrscheinlich eher ungünstig. Also viel Spaß beim probieren. Wenn Ihr Ergebnisse habt last mal hören.
Gruß
ANDREAS
Weiter Topic zu dem Thema:
TMPG Einstellungen und Diskussion
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FORUM  globaler Moderator

Anmeldungsdatum: 04.07.2001 Beiträge: 134
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Beitrag 2 - Verfasst am: So Sep 23, 2001 15:50 Titel: |
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Grundsätzliche Einstellungen von ANDREAS:
Also, ich wollte jetzt mal meine neuen Einstellungen zum besten geben. Einfach mal ausprobieren und bescheid sagen ob die Qualität bei Euch auch besser geworden ist. Ich habe meine Versuche zwar auf die Strecke DVD nach SVCD optimiert ( mpeg2 nach SVCD bzw. pseudoAVI), aber im Grunde genommen sollte auch bei Euch eine Verbesserung eintreten. Wenn die Einstellungen so funktionieren könnten wir sie ins Forum stellen und darauf aufbauen, dies für die verschiedenen Wege, DV Kamera, Fernsehcapturen, Mpeg2 Umrechnen. Ich versuche zusätzlich noch die Einstellungen zu kommentieren soweit ich es weiß.
1.Video
- Mpeg2
- 480x576
- 25 fps
- Einstellungen für CQ
- Quality 50 bis 70, momentan benutze ich 70. Das ist die Quantisierung
(„Kompression“), glaube man kann das folgender Maßen erklären:
Der Originalfilm hat die Qualität 100. Wenn ich TMPEG jetzt alleine ohne Einschränkungen rechnen lasse, z.B. Quali 100, max.10000 und min. 0, rechnet TMPEG das max. mögliche sowohl nach oben als auch nach unten. Bei der Quali z.B. 70 wird dann auf 70% Originalqualität zurück gerechnet. Das max. Mögliche wird nur durch die eingestellte max. Datenrate begrenzt.
- Max Bitrate 2600, eigentlich 2525
- Min Bitrate 1300, hat den Hintergrund das es sonst bei älteren Playern zu Schwierigkeiten kommen kann,
enable padding nur anschalten wenn man bei zu geringen Datenraten probleme bekommt, da sich in Summe hierdurch das Bild verschlechtert
- P picture habe ich 0
- B picture habe ich auch 0
Hier hatte ich früher beim capturen p=60 und b=100. Wenn das Signal aber sehr gut ist braucht man diese Hilfe nicht unbedinngt.
VBV size, kann Null (Automatik) sein benutze aber immer 224, 128 kann man einstellen , verschenkt aber im Zweifelsfall Spielraum für schnelle Szenen, daher eher Verblockungsgefahr
- Main profil & main level
- PAL
- Non-interlace!!!, hat den Hintergrund, daß ich mit dieser Einstellung die Verblockung
zu 99% wegbekommen habe, da das Bild nicht so hoch Quantisiert („komprimiert“) werden muß. Am Bildschirm sehe ich keinen Unterschied zu interlace. Die Umrechnungszeit ist unwesendlich höher.Bezogen auf das verwendete DVD-Ausgangsmaterial !!!
- 4:2:0
- D.C prezision 10 bit, hier hatte ich ein paar Diskussionen auf einem anderen Board.
Habe selber Versuche gefahren. Bei mir und meinem großen Fernseher sehe ich einen Unterschied zu den 8bit, etwas rauschiger und unruhiger. Bei kleinen Fernsehern kann man bestimmt auch 8 bit nehmen. Sollte jeder mal selber ausprobieren. 8bit haben den Vorteil, dass die Quantisierung etwas geringer ist.
- Motion search precision auf MITTEL!!!!
Im Zusammenhang mit non-interlace
gesehen passiert hier folgendes: Es wird nachgesehen ob ein Verschieben des Bildes erfolgt, langsamer Kameraschwenk, oder ob sich richtig was im Bild bewegt, vorbeifahrendes Auto z.B. Wenn ein Kameraschwenk erfolgt, werden nur die Ränder die sich v erändern und event. neue Bilddetails aufweisen, neu berechnet, der Rest bleibt und die Quantisierung kann kleiner gewählt werden (weniger Kompression, weniger Verblockung). Wenn man stärker nach dieser Bewegung suchen lässt kann er zu sogenannten motion search errors kommen. Hier wird dann eine Bewegung hineininterpretiert, die in Wirklichkeit gar nicht da ist. Bei den DVDs habe ich damit wesendlich bessere Ergebnisse erhalten. Weiterhin verringert sich die Umrechnungszeit erheblich. Im Zweifel ist natürlich die nächste Stufe noch drin (high quality). Die höchste Stufe (highest quality) bringt gar nichts mehr, da hier im Regelfall schon ein Rauschen als Bewegung interpretiert wird.
2.Advanced
- Non-interlaced
- Top field A, sollte jeder selber ausprobieren was besser ist, das hatten wir ja schon mal
- Source aspekt ration, muß jeder selber ausprobieren, denn jeder hat ja irgendwie ein
anderes Ausgangsmaterial
- Video arrange Method, nichts eintragen, das wird dann unter denn Filtern CLIP
FRAME vorgenommen. Da das jetzt im direkten Zusammenhang steht, werde ich diesen Filter genauer erklären.
Dieser Filter setzt sich aus drei verschiedenen Bereichen zusammen. Den letzten Bereich, MASK COLOR, kann man vergessen. Hier kann man die schwarzen Balken ( Letterbox bei 16:9) farbig machen, z.B. rot, grün, weis.
- Mit CLIP FRAME SETTINGS kann man die schwarzen Balken wegschneiden bzw. man kann aus einem Film ein anderes Seitenverhältnis herstellen. Wenn man einen Kinofilm im Format 16:9 hat, kann man hiermit jetzt einen 4:3 Seitenverhältnis zaubern. Man kann dann auch ganz genau sehen wie groß das Filmbild wirklich ist, z.B. bei einigen DVDs habe ich ein Bild von 717x446 Pixel festgestellt. Ich clippe immer auf das wirklich zu sehende Bild und setze jetzt unter ARRANGE SETTING, methode : center (custom size), die wirklich benötiget Bildgröße ein.
Ich muß jetzt noch ein bischen weiter ausholen, damit man versteht warum hier welche Größen eingestellt werden SOLLEN. Unter http://www.uni-kassel/~eckhrdm/frame1hq.htm kann man sich nochmal zu diesem Thema Infos anlesen (sehr zu empfehlen). Die Fernseher stellen nicht das gesamte Bild dar. Es ist immer etwas weniger. Versuche haben gezeigt, das es mit 448x528 (anstatt 480x576) sichtbares Bild schon alles ist, was da so angezeigt wird. D.h. bei einem Videobild im Verhältnis 4:3 kann man auf diese Größe die ARRANGE SETTINGS einstellen, das spart Speicherplatz bzw. man bekommt eine bessere Qualität, da es weniger Bildinformationen sind, die pro Zeiteinheit verarbeitet werden müssen ( daher auch die schwarzen Balken, rechts und links, beim Rechnen von TMPEG).
Weiterhin ist es so, daß das sichtbare Bild in sogenannte Macroblocs aufgeteilt wird. Diese Macroblocks, es sind immer 16x16 Bildpixel, ergeben nun das Bild in seinen Ausmaßen. Diese Macroblocks werden nun für den Film berechnet. Wenn jetzt auch nur eine Pixelreihe noch Bildinformationen enthält, wird aber trotzdem der gesamte Block neu berechnet, selbst wenn es jetzt nur noch schwarze Ränder sind. Damit bekommt man manchmal ein Flimmern/Bewegen in den schwarzen Rand, was man ja nicht möchte und es kostet Bildspeicher, der wiederum Abspielqualität kostet, da hier sehr hoch quantisiert werden muß. Was das genau ist (Quantisieren) erkläre ich später. Daher sollten die Bildausmaße immer durch 16 zu teilen sein und dann zwei Pixelreihen abziehen ( Link ansehen ). Beispiel 448x528 sichtbares Bild ergibt max. 446x526 Bild als Film. Z.B. bei einem 2,35:1 Kinoformat (Widescreen) sind es dann 446x318 die man unter CENTER (custom size) einstellt. Wie das mit dem genauen Berechnen der Seitenformate 2,35:1/16:9 zugeht habe ich noch nicht raus, das reiche ich noch nach. Momentan ist das noch try and error.
- Mit dem Filter SOURCE RANGE kann man genau einstellen, welchen Ausschnitt
man aus dem Film umrechnen möchte. Ausprobieren, das erklärt sich von alleine.
- Der Filter SHARPEN EDGE macht das Bild schärfer. Vorsicht, denn wenn man zuviel
Schärfe nachzeichnet wird das Bild unruhig/zittrig. Ich habe hier so von 25, 25 bis 50, 50 aufgeregelt.
- Bei NOISE REDUKTION gehe ich von 8/1/4 bis 12/1/6. Dieser Filter braucht sehr,
sehr viel Rechenzeit (Eure Rechnungen werden um den Faktor zwei länger brauchen). Ich habe es jetzt mit einer anderen Einstellung zu vergleichbaren Ergebnissen gebracht und zwar unter Quantisize Matrix. Dazu später mehr.
- Den Rest hat Stefan ja schon im EDV-TIP erklärt.
3.GOP Struktur
- Da sind unsere alten Einstellungen richtig. Die waren ja 1/8/1/1 oder 1/9/1/1. Hier kann man auch locker bis 1/14/1/1 gehen. Wieder ausprobieren ob es beim abspielen Probleme gibt. Vorteil wenn man höher geht, man bekommt eine bessere Bewegungsqualität, weniger Verblockung, da es in Summe weniger I Frames gibt und diese kosten Decoderzeit und Speicherplatz auf der CD.
CLOSED GOP mache ich einen Haken, da man später hierdurch einfacher schneiden kann. Den Rest lasse ich frei, bzw. muß jeder selber wissen ob er das braucht.
4.Quantisize Matrix
- Jetzt wird es leider etwas kompliziert. Ich hoffe ich kann das verständlich erklären. Ansonsten lest mal unter http://www.cybersite.de/german/service/tutorial/mpeg nach.
- Vorwissen:
Der Aufbau eines Encoders wie TMPEG hat vereinfacht folgende Abläufe:
-Originalfilm nehmen und analysieren nach, Selektion und Differenzbildung, Motioncompensation, Vektorisierung und umwandeln in Frequenzen ( DCT ). Bewerten des ganzen, sogenanntes Quantisieren, Rückwerten, reorganisieren (iDCT) und dann wieder als Bild auf den Speicher ( Festplatte, CD ) bringen.
- Selektion und Differenzbildung:
Ich habe es so verstanden, dass hier der Film ansich analysiert wird. D.h. wo ist mein bewegtes Bild (Motion search) z.B. fahrendes Auto, wie groß ist es, schwarz/weis farbe, wenn ich clippe setzt an dieser Stelle die Funktion an schneidet den Rest weg, Differenzierung der Bilder zu I, P und B Frames und natürlich umrechnen auf eine eventuell neue Bildgröße.
- Motioncompensation:
Hier wird jetzt nachgesehen/bewertet was bewegt sich denn wirklich. Wenn nur die Kamera langsam schwenkt, kann man die meisten Bildausschnitte (Macroblocks) mit einem Bewegungsvektor ohne Verluste beschreiben, da der Inhalt nicht verändert wurde, z.B. eine Verschiebung von Frame zu Frame um 3 Pixel horizontal und 1 Pixel vertikal. Somit kann Speicher gespart werden was der eigentlichen Bildänderung, wenn eine vorhanden ist, zu gute kommt und somit die Bildqualität erhöht. Es wird also eine VEKTORISIERUNG vorgenaommen.
- DCT:
Hier werden die Pixeldaten in den sogenannten Frequenzraum überführt ( mit der Diskreten Cosinus Transformation DCT ). Dies geschieht auf der Basis der Macroblöcke, die jedoch zur einfacheren Handhabung in kleine Blöckee von 8x8 Pixeln aufgeteilt werden ( 4x ein Block 8x8 ergibt einen Macroblock 16x16 Pixel). Je geringer die Frequenzen sind, desto mehr Struktur ist erkannt worden, BEWERTUNG. Hier kann dann weniger Quantisiert („Komprimierung/Wertung“) werden. Bei hohen Frequenzen, z.B. weise Wand, Rauschen, kann dann sehr hoch Quantisiert werden. Dadurch schafft man Platz für die unteren Frequenzen und Strukturen werden besser abgebildet, weniger Verblockung in komplexen Szenen. Mit der Wertung der einzelnen Frequenzen setzen hier dann als „Korrekturfaktor“ eventuelle Filter ein, die in unserem Fall zum Teil unter ADVANCE eingeschaltet worden sind ( noise reduktion etc.).
- Wenn das alles vorgenommen wurde, setzt eine Rückkopplung ein, es wird rückgewertet und von den Frequenzen zurück als Bild gerechnet (iDCT). Dann kommt das ganze wieder auf die Platte.
Ich habe das alles stark vereinfacht dargestellt, um jetzt die Einstellungen in QUANTISIZE MATRIX besser zu verstehen.
Also:
- FOR INTRABLOCK, ist die Matrix in der die Quantisierung meiner Pixel vorgenommen wird. D.h. links oben ist die stärkste Stukturierung, wenig Quantisierung, und rechts unten z.B. Rauschen, weiße Wand, starke Quantisierung. Eine Verbesserung/Veränderung kann man nun mit dem
- Haken unter SOFTEN BLOCK NOISE erreichen. Dies wirkt wie ein Filter, der ein Verblocken durch Weichzeichnen bei starken Strukturen und schnellen Bewegungen verhindern soll. Offensichtlich ist es so, wenn dann doch mal eine Verblcokung entsteht ist sie dann um so schlimmer. Wie bei einem Sportwagen, erst passiert nichts in der Kurve und wenn der dann doch weg geht tut er dies um so heftiger.
- Der INTRABLOCK ist sozusagen die erste Filterung der Originalfrequenzen.
- FOR NON-INTRABLOCK, ist eine Quantisierung der Quantisierung. Es soll eine Gleichmäßigkeit erreicht werden, um z.B. ein Rauschen heraus zu filtern. Also eigentlich eine weitergehende Differenzierung in die zweite Ebene.
- Hier greift dann die Einstellung SOFTEN BLOCK NOISE ( NON-INTRA BLOCK ). Ich verhindere damit ein zunehmendes Rauschen, ich ebne sozusagen den Weg.
- Mit der Einstellung 50 / 25 unter SOFTEN BLOCK NOISE habe ich bei guten DVDs sehr gute Erfolge erziehlt. Der große Vorteil ist die „Rauschunterdrückung“ , die jedoch NICHT auf die kosten der Rechenzeit geht. Es ist sozusagen eine Korrekturgröße bei dem sowieso vorhandenem Vorgang der Quantisierung, dies im Gegensatz zur Filterfunktion NOISE REDUKTION 50/50. Hierbei wird über jedes einzelne Bild eine Rauschreduktion gerechnet. Daher auch die Rechenzeitverlängerung.
- Weiterhin macht es Sinn, unter USE FLOTING POINT DCT ( früher iDCT) einen Haken zu setzen. Hier wird noch mal eine kleine Korrektur auf dem Rückweg durch die iDCT vorgenommen, die das Bild auf dem Fernseher noch weniger verblocken lassen. Der Rest bleibt so wie er ist.
5.Audio
- Muß man nicht viel zu sagen hat ja Stefan schon. Ich für meinen Teil nehme Permanent 192kbit/s da es selbst in Komplexen Audioszenen ( Dolby prologic ), viel Bass, starke Höhen, ausreichend ist. 160kbit/s haben da manchmal Probleme. Der Haken unter Error protektion sollte sein, da das der SVCD Standart als Funktion unterstützt und es keine Nachteile verursacht.
Zum Schluß natürlich Super VideoCD einstellen.
Ich hoffe es ist verständlich rüber gekommen. Ich habe natürlich jetzt einiges vereinfacht und weggelassen um es nicht ausarten zu lassen. Wer mehr Info zu Quantisize Matrix haben möchte, der sollte z.B. mit Google mal nach dem Wort „DCT“ suchen.
Gruß
ANDREAS
P.S.: Stehe gerne Fragen offen gegenüber. Wenn was falsch beschrieben ist, bitte um Korrektur und eine Rücksendung. |
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