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YCbCr und YPbPr
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Kika 
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Anmeldungsdatum: 11.06.2001
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Beitrag Beitrag 0 - Verfasst am: Do Aug 17, 2006 18:07    Titel: YCbCr und YPbPr Antworten mit Zitat

YCbCr ist interlaced, YPbPr progressiv - so bekommt man es des öfteren zu lesen.

Eine nette Definition, die aber einen Haken hat: Sie ist verkehrt.

Letztendlich richtig ist, dass YCbCr generell die Bezeichnung für Component-Video ist, während YPbPr einfach nur den Signalausgang definiert.

Ach, ich seh' schon, so wird das auch nicht eben klarer. Also:

Irgendwo stimmt es schon, dass YCbCr als digital bezeichnet wird, denn es wird bei digitalem Video angewendet und ist die Entsprechung des YUV-Farbmodells (wenn auch leicht modifiziert).
DVDs verwenden grundsätzlich das YCbCr-Model, gespeichert als YV12 mit YUV4:2:0. Um es ganz genau zu sagen, ist YCbCr das, was die Norm CCIR 601 für Videos im YUV-Format vorschreibt - nämlich YUV-Video mit der Luminanzreichweite von 16-235.
Wann immer also von YUV mit einem Luma von 16-235 die Rede ist, wird eigentlich über YCbCr gesprochen.
Um das nun auszugeben, muss was analoges draus werden, und das daraus resultierende Signal bekam den Namen YPbPr.
Leider passte das so gut zur aufkommenden progressive Scan Technologie, dass findige Werbestrategen das kurzerhand dafür benutzen und gleichsetzten mit Y Progressive b Progressive r, was aber - gelinde gesagt - schwachsinnig ist.


Um das klarer zu machen:

YCbCr ist digital. Der Wertebereich ist angegeben wie folgt:
Y: 16-235
Cb/Cr je 0-255

YPbPr ist analog. Der Wertebereich hier:
Y: 1 Vpp (Vss)
Pb/Pr je 0.7 Vpp (Vss)
Y hat deshalb den größeren Wert, weil ein Bereich von 0.3 Vpp für das Sync-Signal benutzt wird.

Vss = Volt Spitze/Spitze. Das bedeutet, die Spannung reicht nicht von 0-0.7 Volt, sondern von -0.35 bis +0.35 Volt.
Ach ja, Vss und Vpp sind dasselbe, nur einmal in deutsch und einmal in englisch (Vpp = Volt Peak/Peak)

Fertig, Feierabend.
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